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Was man Liebe nennt

Das Ehepaar war in die Jahre gekommen. Schon 45 Jahre waren sie gemeinsam durch Höhen und Tiefen gegangen, hatten drei Kinder großgezogen und liebten ihre acht Enkel über alles. Falten markierten das Gesicht des Ehemannes, seine Hände waren durchs Rheuma etwas deformiert, doch seine Augen strahlten, wenn er über seine Frau sprach. Eine tiefe Liebe und Zuneigung zeugten von einer glücklichen und langen gemeinsamen Zeit.

In den letzten drei Jahren vergaß seine Frau immer mehr. Sie konnte sich nicht mehr erinnern: »Habe ich schon Salz in den Nudeln? Wo ist nur mein Handy?« Im letzten Jahr wurde es dramatischer, sie erkannte ihre Enkel nicht mehr. »Alzheimer« wurde schon sehr früh diagnostiziert, aber Hilfe gab es für sie kaum noch. Rasant ließ der Verstand nach.

Die Kinder überlegten mit dem Papa, wie es mit Mama weitergehen konnte. Wäre ein Altenheim nicht besser, weil er auch immer schlechter zurechtkam? »Nein, nein, nein«, erwiderte der Papa immer wieder trotzig, »so viele Jahre hat mir meine liebe Frau den Rücken freigehalten. Jetzt werde ich alles tun, dass sie so lange wie möglich in der gewohnten Umgebung bleiben kann. Sie hat mich geliebt, sich für mich ganz hingegeben und aufgeopfert. Jetzt ist meine Zeit, ihr etwas davon zurückzugeben. Sie ist es wert!« Und mit Tränen in den Augen schaute er verliebt seine Frau an.

Hingegebene Liebe ohne Antwort ist bestimmt schwer, doch hat unser Ehepartner diese Liebe nicht »verdient«? Liebe denkt nicht an sich, sondern an das Wohl des anderen. Ein Liebender möchte, dass sein Gegenüber glücklich ist. Wäre heute nicht ein guter Tag, unseren Ehemann, unsere Ehefrau so zu lieben?

Hier eine Auswahl, wie wir den Weg der (ehelichen) Liebe mit Gott gehen können:

Bild Wenn Liebe hält, was sie verspricht

Wenn Liebe hält, was sie verspricht

Robertson McQuilkin | gebunden, 96 Seiten | 7,90 €

Alzheimer-Krankheit – mit dieser erschütternden Diagnose wurden Muriel und Robertson McQuilkin vor vielen Jahren konfrontiert. Dabei hatte doch eigentlich nur Muriels Gedächtnis ein wenig ......

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Bild Einfach himmlisch!

Einfach himmlisch!

John Piper | gebunden, 240 Seiten | 8,90 €

»Mit diesem Buch möchte ich Ihren Horizont im Blick auf die Ehe erweitern. Wie Bonhoeffer sagt: Sie ist mehr als nur die Liebe zweier Menschen für einander. Weit mehr. Die Bedeutung der Ehe ist un ......

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Bild Eine harte Liebe

Eine harte Liebe

Elisabeth Elliot | Paperback, 192 Seiten | 6,90 €

Fünf Jahre dauert es, bis Jim Elliot das Ja von Gott erhält, Elisabeth zu heiraten. Fünf quälend lange Jahre Warten – eine harte Liebe … Doch trotzdem ist ihre Geschichte nicht trostlos. ......

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Bild Liebe kann warten

Liebe kann warten

Elisabeth Elliot | Paperback, 256 Seiten | 8,50 €

Dieses Buch besteht aus Geschichten, wie Männer und Frauen sich gegenseitig finden. Ist es möglich, in unseren Tagen auch in dieser Angelegenheit Gottes Willen zu tun? Die Autorin beschreibt ......

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Bild Bete für deinen zukünftigen Ehemann

Bete für deinen zukünftigen Ehemann

Robin Jones Gunn und Tricia Goyer | gebunden, 240 Seiten | 8,90 €

Hast du auch schon von »dem Einen« geträumt – dem »Traumprinzen«, den du einmal heiraten willst? Hast du dich gefragt, wer es sein könnte und wann du ihm begegnen wirst? Das Großartige ist, ......

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Bild Liebe auf den zweiten Blick

Liebe auf den zweiten Blick

Debora Bühne | Paperback, 14,8 x 21 cm (DIN A 5), 4-farbig, 72 Seiten | 3,90 €

Schön, dass du dieses Heft in die Hand genommen hast. Es richtet sich an drei verschiedene Zielgruppen, und wahrscheinlich gehörst du zu einer von ihnen: 1) Frauen und Mädchen, die ihr Leben ......

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»Der da oben«

Sie schaut aus dem Fenster hinaus auf den Fluss,
wo die Kähne, mit Gütern gefüllt bis zum Rand,
sich mühn auf dem letzten Stück Weg bis zum Meer.
Und die Sonne steht tief überm Land.
»Wie schön, das noch einmal zu sehn«, sagt sie leis,
und ihr Lächeln ist jung, doch ihr Haar ist schon weiß.

»Der da oben wollte mich noch nicht haben;
und wie ich ihn kenne, ist das für mich gut.
Der da oben braucht mich wohl noch hier unten;
der weiß ganz genau und immer, was er tut.«

Noch schont sie die Beine, noch fühlt sie sich schwach,
und noch stehn da die Stöcke, auf die sie sich stützt.
Und doch weiß sie: Gott hat ein Wunder getan;
jeder staunt, dass sie wieder hier sitzt.
Ein Leben lang lernte sie, Wege zu gehn,
die Gott von ihr wollte. Nun lernt sie noch den:

»Der da oben wollte mich noch nicht haben;
und wie ich ihn kenne, ist das für mich gut.
Der da oben braucht mich wohl noch hier unten;
der weiß ganz genau und immer, was er tut.«

Ein Enkel kommt tanzend zur Türe herein;
er erzählt und erwartet, dass sie ihm erzählt.
Ganz Ohr ist sie da, und sie redet und lacht
und hat viel noch zu tun auf der Welt.
Vor dem Fenster fließt ruhig das Wasser daher,
und die Kähne sind noch unterwegs nach dem Meer.

»Der da oben wollte mich noch nicht haben;
und wie ich ihn kenne, ist das für mich gut.
Der da oben braucht mich wohl noch hier unten;
der weiß ganz genau und immer, was er tut.«

Text & Melodie: Manfred Siebald - © 1991 SCM Hänssler, Holzgerlingen

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Herzliche Grüße
Peter Lüling

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